Arches National Park

Mexican Hat

Jipi!! Sonne und wenig Wolken, so muss ein Tag starten. Bevor es zum Arches NP ging, hatten wir aber noch 2 weitere Ziele auf der Liste. Verlässt man Mexican Hat nach Norden, so befindet sich nur einige hundert Meter später auf der rechten Seite eine Steinformation in Form eines Sombreros. Woher Mexican Hat seinen Namen hat, kann man sich jetzt wohl denken. Es gibt auch eine kleine Sandpiste auf der man sich mit einem Allrad dem Stein etwas nähern kann.

Goosenecks State Park

Fährt man weiter und biegt an der nächsten Kreuzung links auf den HWY261 und kurz darauf nach links auf den HWY313, so kommt man einige Kilometer später zum Goosenecks State Park. In über 70 Millionen Jahren hat sich der San Juan River hier wie ein Gänsehals uber 300m in die Tiefe geschnitten. So legt der Fluss in 8km nur 1,6km Luftlinie zurück.

Moki Dugway

Nach einem kurzen Fotoshooting haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. Wir sind nochmal die gleich Route wie den Tag zuvor gefahren, das heißt an der 261 links ab und in Richtung Moki Dugway. Hier schlängelt sich die Straße über viele Kurven die Abbruchkante hinauf. Das interessante ist, dass bereits nach der ersten Kurve der Asphalt aufhört und Straße zu einer Schotterpiste wird. In knapp 5km überwindet die Straße 335m Höhenunterschied. Die Auffahrt macht richtig Spaß und es eröffnen sich tolle Ausblicke. Oben angekommen biegt noch eine Dirtroad zum Muley Point Overlook ab. Dafür hatten wir leider keiner Zeit.

Arches National Park

Vom Moki Dugway sind wir anschließend ohne Stopp die restlichen 220km bis zum Arches National Park gefahren. Unterwegs verzogen sich dann auch noch die letzten Wolken, so dass einem perfekten Tag nichts mehr im Weg stand. Am Eingang waren dann 10$ fällig. Auch hier ist das Ticket 7 Tage gültig.

Direkt nach dem Eingang führen einige Serpentinen in den Park, wo ein 18 Meilen langer Scenic Drive das gesamte Gelände erschliesst. Oben angekommen, wird man am Courthouse Towers Viewpoint von imposanten und riesigen Felsformationen empfangen. Obwohl es hier noch keine Arches zu bestaunen gibt, beeindrucken die senkrechten Felswände.

Balanced Rock

Fährt man weiter, kommt man ein paar Kilometer später zum Balanced Rock. Er ist eines der bekanntesten Objekte im Park und es ist erstaunlich, wie dieser riesige Stein der Schwerkraft trotzt. Der Fels ist 16,7m hoch und wiegt fast 3600 Tonnen. Er sitzt leicht versetzt auf einem 22m hohen Sockel und dazwischen befindet sich ein recht weicher Sandstein. Diese Zwischenschicht erodiert schneller als das riesige Ei selbst und so ist mit der Zeit immer weiter zusammen geschrumpft. Mittlerweile ist es jedoch soweit, dass der Stein sich durch seine Größe selbst schützt, denn Wind und Wetter hat es immer schwerer tragende Schicht anzugreifen. Dennoch, irgendwann sind seine Tage gezählt.

Windows Section

Direkt hinter dem Balanced Rock befindet sich die Abzweigung zur Windows Section. Vorher führt uns jedoch kurzer Abstecher zum Garden of Eden mit großen Sandsteinskulpturen und oval geformten Felspfeilern. An der Windows Section angekommen, starteten wir mit dem Rundweg am Turret Arch und sind anschließend zum North und Southwindow. Da die beiden zusammen wie eine Brille aussehen, werden sie auch gerne "spectacles" genannt. Für das Northwindow ist eigentlich der Vormittag zum fotografieren optimal und für den südlichen Arch der Nachmittag. Wir waren genau zur Mittagszeit dort, was auch ok war. Im Anschluss sind wir zum Highlight der Windows Section, dem Double Arch. Von weitem kann man seine Dimension nicht mal erahnen. Erst wenn man unter ihm steht, wird man von seiner Größe überwältigt. Es macht wirkich Spaß auf den Steinen herum zu klettern und von innen hat meine herlichen Blick auf die Ebene des Arches NP.

Devils Garden

Nach fast zwei Stunden Aufenthalt haben wir uns wieder ins Auto gesetzt und sich Richtung Devils Garden gefahren. Ein paar hundert Meter vorher gibt es aber noch 2 andere nette Arches zu sehen. Zum Sand Dune und Brocken Arch führen zwei kurze Wanderungen. Der Weg zum Sand Dune Arch ist ganz angenehm, da man zwischen hohen Felsen hindurch geht die einem endlich mal etwas Schatten spenden. Der Arch selbst erinnert mich irgendwie an zwei sich küssende Nasenbären oder so :)

Danach gings übers flache Feld zum Broken Arch. Der Arch selbst ist ganz hübsch und auf jeden fall die paar hundert Meter Fussweg wert.


Nur eine Autominute weiter gibt es den Skyline Arch zu bestaunen. Der Arch ist ein gutes Beispiel wie lebendig hier noch alles ist. 1940 brach ein großes Stück heraus und verdoppelte die Größe des heute 21m breiten Bogens. Wir haben uns hier aber gar nicht länger aufgehalten, denn unser Ziel war der Landscape Arch im Devils Garden. Vom Parkplatz aus führt ein einfacher 1,3km langer Wanderweg zu diesem Prachtstück. Mit einer Breite von fast 90m ist er der längste natürliche Arch der Welt. Seine schmalste Stelle ist gerade mal 2m im Durchmesser und so ist es wohl nur eine Frage der Zeit bis dieses Wunder einstürtzt. Bereits 1991 sind mehrere Stücke abgebrochen, woraufhin der Wanderweg um den Arch geschlossen wurde. Das perfekte Foto kann man hier nur am Vormittag machen, später steht die Sonne hinter dem Arch, wie ihr auf meinem Foto sehen könnt.

Delicate Arch

So jetzt aber zum Wahrzeichen des Staates Utah. Also mit dem Auto wieder 10km zurück zur Wolfe Ranch. Fährt man noch etwas weiter, so kommt man zu den Delicate Arch Viewpoints. Wer die Wanderung nicht auf sich nehmen möchte, der sollte zumindest hierher kommen, wenn auch das Erlebnis nicht mal ansatzweise so schön ist.

Der Wanderweg startet am Parkplatz an der Wolfe Ranch. Vor einem stehen insgesamt 4,5km und es gibt unterwegs nur ganz wenig schattige Stellen und so sollte man auf jeden Fall an viel Wasser und Sonnencreme denken. Anstrengend ist vor allem der Hinweg, denn es gilt 150 Höhenmeter zu überwinden. Ein Großteil führt dabei über stetig ansteigenden Slickrock. Ist man auf dem Plateau angekommen, wird die Wanderung wieder interessanter. Vor allem der letzte Aufstieg entlang einer schmalen Kante wird zu etwas wirklich besonderem. Bisher konnte man den Arch noch nicht einmal sehen, bis man zu einer letzten Rechtskurve kommt, wo einem ein unvergesslicher Blick erwartet. Plötzlich und völlig überraschend erscheint dieser delikate Bogen mit den dahinter liegenden 3800m hohen La Sal Mountains. Vor allem am späten Nachmittag oder Abend ist man hier nicht allein, denn die Bilder während eines Sonnenuntergangs ändern sich minütlich. Kurz vor Sonnenuntergang haben wir uns auf den Rückweg gemacht. Mir taten die Leute etwas leid, die so spät noch mit der Wanderung starteten. Die sollten den Arch nur noch im Schatten sehen dürfen.


Mehr Infos zum Arches NP gibts hier:
http://www.discovermoab.com/archesnationalpark.htm

Übernachtet haben wir in Moab im Inca Inn für 85$ die Nacht inkl Frühstück. Das Zimmer war ganz ok, jedoch war die Klimanlage so laut, dass man nicht mehr schlafen konnte. Wir hatten also die Wahl zwischen 30°C im Zimmer oder Lärm. Wir wählten den Mittelweg und schalteten alle 2h die Klima schweißgebadet an oder lärmgenervt aus. Das nächste mal würde ich mir was anderes suchen.

Am nächsten Tag war der Weg das Ziel. Eine der schönsten Straßen in den USA, der Hwy 12, brachte uns zum Bryce Canyon.

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