Las Vegas

Nach neun Tagen Rundreise stand noch einmal Las Vegas auf dem Plan bevor es wieder Richtung Heimat ging. Da wir uns beim ersten Besuch den Strip anschauten, wollten wir dieses mal auf die Fremont Street, dem ursprünglichen Zentrum Las Vegas.

Für unsere Übernachtung wählten wir das Stratosphere. Es ist zwar nicht ganz so fein wie das MGM, aber der Zimmerpreis war mit 50€ für die Nacht noch mal günstiger. Highlight waren die kostenlosen Tickets für den Tower. Die Tickets allein hätten pro Person schon ca. 10€ gekostet. Also ein echtes Schnäppchen. Nachteil ist die Lage. Zwischen Strip und Fremont Street gelegen, ist man auf den Bus angewiesen, wenn man nicht durch die dunkle und ungemütliche Straße zur Fremont Street gehen möchte. Mit dem Deuce ist es jedoch kein Problem, der hält direkt vor dem Hotel.


Abends sind wir dann mit unseren Tickets auf den Tower. Mit seinen 356m ist er das höchste Gebäude westlich des Mississippis. Von der Aussichtsplattform oder dem rotierenden Restaurant hat man eine herrliche Aussicht über Las Vegas. Wer den Blick langweilig findet, der sollte vielleicht die "Thrills" ausprobieren. Mt dem Bigshot kann man sich noch mal 40m in die Höhe schießen lassen, bevor man wieder in die Tiefe fällt und kurzzeitig schwerelos ist. Der X-Scream schießt einen über die Kante der Aussichtsplattform hinaus. Als drittes gibt es noch Insanity, ein Karussel außerhalb der Plattform mit Blick in die Tiefe. Wir haben alle drei ausgelassen, da wir den Blick schon interessant fanden. Leider versperrt seit einiger Zeit das noch nicht fertiggestellte Fontainebleau Resort den Blick auf einen Teil des Strips. Auch war es mal wieder verboten ein Stativ mit nach oben zu nehmen und die Kamera konnte man auch nirgendswo stabil abstellen, daher sind die Fotos nicht so klasse.


Mit dem Bus ging es dann endlich zur Fremont Street. Hier begann 1905 die Geschichte der Spielerstadt Las Vegas und auch hier bekam das erste Hotel offiziel die Glücksspiellizenz. Mit dem Bau und der Fertigstellung des Hooverdamms im Jahre 1935 startete der nahezu ununterbrochene Boom der Stadt. Erst Ende der 70iger, als die mafiaähnlichen Strukturen, die die Stadt regierten aufgedeckt wurde, kam die die Stadt in eine kleine Kriese. Erst mit dem Bau der Megahotels auf dem Strip anfang der 90iger kam eine Trendwende. Der neu entstande Strip führte aber auch zu einer Abwanderung der Touristen aus der Fremont Street.

Daraufhin wurden mitte der 90iger für viel Geld die dortigen Kasinos renoviert, die Fremont Street in eine Fußgängerzone umfunktioniert und mit einer rieseigen Leinwand komplett überacht. Mt über 2 Millionen LEDs auf 400m Länge befindet sich hier die größte Videoleinwand der Welt und die dazugehörige 550.000 Watt starke Musikanlage verwandelt das Ganze zu einem echten Spektakel. Nach Sonnenuntergang werden regelmäßig Shows aufgeführt, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Auch abgesehen davon hat die Fremont Street ihren Reiz. Dadurch das alles wesentlich kompakter und nicht so riesig ist, kommt durch aus mehr Flair auf als auf dem Strip.


Zum Schluss noch ein paar Bilder von innen. Leider ist das Fotografieren in den Casinos nicht erlaubt, daher sind die Fotos nichts besonderes. Ich weiß auch nicht mehr genau wo ich die gemacht habe. Es ist eigentlich auch egal, denn es sieht überall gleich aus. Es gibt mehrere hundert Slotmaschienen und zig Spieltische.

Das wars dann leider mit USA...

Die 3 Wochen waren echt genial und werden, wenn vielleicht auch mit ein paar anderen Stationen vermutlich 2011 wiederholt.

Wer die Südwestrundreise noch nicht gesehen hat, hier gehts zum Grand Canyon.

Ansonsten ist hier die Übersicht.