The Wave

Heute war es endlich so weit, es geht zu "the wave". Ganz ohne Vorbereitung gehts natürlich nicht. Am Vortag haben wir uns mit zig Litern Wasser, Gatorade (irgendwie gibts nix anderes) und haufn leicht verdaulichem Futter eingedeckt. Pro Person haben wir 4 Liter Getränke, Sandwiches, Bananen uvm. in die Rücksäcke gepackt.

Morgens sind wir kurz vor 8 gestartet. Von Page aus sind es 56km auf der SR89 bis zur Abzweigung auf die House Rock Valley Road und dann liegen noch mal fast 14km Dirt Road vor einem. Auf der Strecke müssen drei Washes durchquert werden, was bei trockener Strecke durch aus auch für PKWs machbar ist. Das Ziel, der Wire Pass Trailhead, ist eigentlich gar nicht zu verfehlen, denn auf der rechten Seite kommt ein kleiner Parkplatz samt Toilettenhäuschen und Regstrationbox. Wir stellen unser Auto dort ab und legen das Parking Tag unseres Permits hinter die Scheibe. Den Rest binden wir gut sichtbar an den Rucksack. Schwer bepackt mit Getränken, Kameraausrüstung und Stativ machen wir uns bei noch angenehmen 23°C auf den Weg.

Die erste Etappe führt uns circa eine Meile durch den Coyote Wash. In einer Linkskurve treffen wir auf den ersten und einzigen Wegweiser, der uns nach rechts, den Berg hinauf in Richtung Coyote Buttes führt. Gerade aus geht es weiter zum Buskin Gulch.


Oben angekommen stoßen wir erneut auf eine Registrationbox. Wir tragen uns fleißig ein und gehen weiter. Die nächsten Meter führen durch buschiges und sandiges Gelände. Uns war stellenweise etwas unwohl, denn der Ranger warnte uns am Tag zuvor, dass sich vor allem Klapperschlangen gerne in solchen Büschen verstecken. Hinzu kam, dass wir häufig ein nicht zuortbares Rascheln hörten. Außer ein paar kleinen Eidechsen und einem Hasen kreuzte aber nichts anderes unseren Weg. Nach dem wir einen weiteren Wash überquerten, kamen wir nun auf steiniges Gelände. Konnte wir uns voher an den Fußspuren orientieren, mussten wir uns jetzt auf die Wegbeschreibung des Rangers verlassen. Ab und zu traffen wir auch auf Steinmännchen, aber darauf wollte ich mich nicht verlassen. Ein großer Vorteil ist, dass man schon von weitem den Vorletzten Wegpunkt sehen kann, so dass man das Ziel fast immer vor Augen hat. Ab hier ändert sich auch die Landschaft schlagartig. Überall tauchen interessante und immer schönere Felsformationen auf. Aber all das ist nichts gegen das was uns noch erwartete.

The Wave


Das letzte Teilstück war dank tiefem Sand noch mal etwas mühselig und anstrengend. Vor allem der Aufstieg auf einen sandigen Hügel nervte ziemlich. Da wir aber wussten, dass es nicht mehr weit sein konnte, bissen wir die Zähne zusammen und haben noch mal richtig Gas gegeben.

Dann war es endlich soweit. Ich konnte den Eingang sehen und meine Vorfreude stieg ins Unermessliche. Nach über 100Minuten Fussmarsch betreten wir die Wave und ich einfach nur überwältigt. Ich legte meinen Rucksack ab und lief wie ein kleines Kind durch dieses Naturwunder. Nach einer ersten riesen Fotosession beruhigte ich mich wieder. Wir setzten uns in den Schatten und machten erstmal Pause und genossen den wahnsinnigen Ausblick.

Brainrocks

Nach dem die ersten Eindrücke verarbeitet waren, erkundeten wir etwas die Umgebung. Wir verlassen die Welle in Richtung Süden und kommen auf ein Hochplateau. Wirft man einen Blick zurück, so kann man die Wave von oben bestaunen. Wir gehen ein paar Meter weiter und stoßen auf leuchtend gelbe versteinerte Gehirne. Auch der Boden auf dem man geht hat die Form eines riesigen Gehirns. Besonders lecker sieht der Hamburger Rock, nur ein paar Schritte später, aus.

Second Wave

Jetzt hatten wir noch die Second Wave vor uns. Auch die ist nicht schwer zu finden. Vom Hamburger Rock sind es vielleicht nur 50m bis zu dieser schönen Welle. Am besten ist ein möglichst später Besuch. Erst dann fällt die Sonne flach und mit ganz anderem Licht auf die Second Wave, so dass sich erst richtig die Formen und Farben ausbilden. Wir waren schon am frühen Nachmittag vor Ort, was die Welle aber nicht weniger schön machte.


Nach dem die CompactFlash Karte qualmte, war es Zeit den Rückweg anzutreten. Erneut lagen 1,5 Stunden Fussweg vor uns, jedoch bei mittlerweile über 30°C. Total geschafft, aber überglücklich erreichten wir den Wire Pass Trailhead. Jetzt stand noch eine Stunde Autofahrt vor uns. Dann konnten wir endlich die Füße hochlegen und gut 1000 Fotos auswerten.

Übernachtet haben wir, wie schon die Nacht zuvor bei Lulu für 80$ die Nacht.

Am nächsten Tag besuchten wir den Zion NP.

Übersicht.