Zion NP

Glen Canyon Dam

Am vorletzten Tag unseres USA Trips sollte es zum Zion National Park gehen. Da wir vom Wellenreiten am Tag zuvor noch etwas geschafft waren, haben wir richtig ausgeschlafen und sind ganz entspannt los gefahren. Unterwegs machten wir noch einen kurzen Stopp am Glen Canyon Staudamm. Wir parken am Visitor Center und schauten uns den rieseigen Staudamm etwas genauer an. Der hier aufgestaute Lake Powell ist der zweitgrößte Stausee der USA und steht dem Lake Mead in nichts nach. Auch der Damm selbst ist mit seinen über 100m Breite und über 200m Höhe ein echter Gigant. Besonders toll ist der Blick von der direkt davor liegenden Eisenbrücke, die über den Canyon führt. Durch die flexible Stahlkonstruktion schwingt die Brücke bei jedem Truck, so dass einem fast die Bilder verwackeln. Ne, so doll natürlich nicht, aber schon ganz schön stark.

Zion National Park

Nach unserem Stopp am Glan Canyon Damm sind wir weiter in Richtung Zion NP. Auf der State Route 89 geht es erst nach Westen bis Kanab und dann weiter nach Norden bis es irgendwann auf die 9 Richtung Zion NP geht. Insgesamt sind es von Page bis zum Parkeingang über 100 Meilen. Desto dichter man an den Park kommt um so schöner wird die Natur. Zu Beginn der SR9 fährt man noch an weiten Feldern und Plantagen vorbei, aber schnell wird es immer bergiger. Am Parkeingang angekommen kann man schon den ersten markanten Slikrock, den Checkerboard Mesa erkennen.


Der Checkerboard Mesa ist ein echtes Kunstwerk der Natur. Wind und Regen haben in die versteinerte Sanddüne tiefe horizontale und vertikale Erosionslinien eingraviert. Das Ganze stellt sich inzwischen wie ein riesiges Schachbrett dar. Fährt man weiter treten weitere vielfältige Slickrock-Formationen in Erscheinung. Kurz vor Einfahrt in den Tunnel sollte man sich unbedingt einen Parkplatz suchen. Denn auf der rechten Straßenseite befindet sich ein ein Meilen langer Fußweg zum Canyon Overlook. Der Blick von hier in den Pine Creek Canyon ist wirklich atemberaubend. Die Schlucht wird auf der südlichen Seite vom 2074m hohen Bridge Mountain und an der Nordseite vom 2350m East Temple eingerahmt.


Weiter geht es durch den 1930 in den Stein gesprengten Tunnel. Für größere Fahrzeuge und Camper ist eine Durchfahrt nur mit Eskorte möglich. Für Busse und Wohnmobile die höher als 3,40m sind ist ein Passieren nicht möglich. Auf der anderen Seite angekommen geht es über zahlreiche Serpentinen immer tiefer in das Tal hinein. Erst von hier unten wird die Größe der senkrecht aufragenden Felswände deutlich.


Unten im Tal angekommen startet auf der rechtes Seite der Scenic Drive. Dieser ist für Auto gesperrt und kann nur zu Fuß oder mit dem Parkbus erkundet werden. Wir schnappten uns einen der letzten Parkplätze direkt am Eingang zum Scenic Drive. Hier treffen wir auch zum ersten mal auf den Virgin River. Kaum zu glauben, dass er und der kleine Clear Creek diese riesigen Canyons geformt haben sollen. Mit dem Bus fahren wir immer weiter Richtung Norden. Der Canyon wird immer schmaler und die Felswände immer steiler, eine wirklich imposante Straße. Wanderfreunde sind hier auch absolut richtig, denn hier starten eine Vielzahl von Hikes. Wir sind leider immer noch vom Vortag gerädert und sind einfach nur einmal im Kreis gefahren und haben die Kamera aus dem Fenster gehalten.

Im Anschluss fuhren wir weiter Richtung Südausgang und machten noch einen kurzen Stopp am Visitor Center. Von hier aus sind wir dann wieder zurück nach Kanab, wo wir erneut eine Nacht in der Quail Park Lodge verbrachten. Erneut war das Zimmer für die 100$ fast perfekt.

Am nächsten Tag sind wir noch mal durch den Zion NP gefahren. Wir haben aber nur einige Stopps gemacht, da wir noch weiter bis Las Vegas mussten, von wo aus am nächsten Tag der Flieger Richtung Heimat startete.

Also auf nach Las Vegas die 2.

Übersicht.