Alice Springs

Alice Springs

Von Perth aus fliegen wir mit Qantas in einer kleinen Boeing 717 nach Alice Springs. Den Mietwagen hatte ich vorher noch aus Perth bei billiger-Mietwagen reserviert. Am Flughafen bekam ich dann einen Ford Focus mit Handschaltung. Ich war überrascht, wie schnell ich mich an das Fahren mit einem Automatik gewöhnt hatte. Ständig vergas ich das Hoch- und Runterschalten. Nach ein paar Kilometer gings dann aber wieder.

Schon aus der Luft ist uns aufgefallen, dass das Redcenter eher ein Greencenter war. Von einer trockenen Wüste war nichts zu sehen, was wohl an den starken Unwettern und Regenfällen der letzten Tage gelegen haben muss. Bei der Einfahrt in Alice Springs treffen wir dann auch auf die erste überflutete Straße und wir müssen einen kleinen Umweg nehmen. Nach dem Check In in das nicht wirklich empfehlenswerte Airport Motel sind wir zum Anzac Hill gefahren um uns die Stadt während des Sonnenuntergangs von oben anzugucken.

 


Auf dem Rückweg sind wir noch schnell einkaufen gefahren. Unterwegs trafen wir auf einige Aborigines. Wir waren beide entsetzt wie schlecht es den Ureinwohnern in ihrer eigenen Heimat geht. Viele waren betrunken, hatten zerfetzte Klamotten an, bettelten und sahen einfach nur fertig aus. Nachdenklich machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel und packten schon wieder unsere Sachen für den nächsten Tag.

West MacDonnell Ranges

Wir hatten uns wieder einiges für diesen Tag vorgenommen. Wir wollten durch die West MacDonnell Ranges wandern, aber am Abend schon den Sonnenuntergang am Uluru genießen. Gegen 8 Uhr morgens starten wir auf dem Larapinta Drive nach Westen. Nach nur gut 10km kommen wir zur Abzweigung zur Simpsons Gap. Schon bei der Zufahrt sehen wir die große Felsschlucht. Wir parken vor dem Besucherzentrum und starten die kleine Wanderung. Kaum vorstellbar das der kleine Roe Creek sich so tief in die Quarzfelsen gegraben hat. Angeblich sollen hier zahlreiche Felswallabies leben. Aber während unserer gesamten Wanderung bis zum Ende der Schlucht konnten wir keins entdecken.


Nach einer kurzen Pause fahren weiter in Richtung Westen. Unser Ziel ist die vielleicht eindrucksvollste Schlucht der MacDonnell Ranges. Standley Chasm liegt auf dem Grund und Boden der Iwupataka Aboriginal Community und so werden ein paar Dollar Eintritt fällig. Die Wanderung zur Schlucht, immer entlang und durch den Hugh River dauerte etwas mehr als 30 Minunten. Durch die bis zu letzt starken Regenfälle führte der sonst trockene Bach reichlich Wasser und wir bekamen des öfteren nasse Füße. Genau zur richtigen Zeit erreichen wir die fast 100m tiefe Schlucht. Denn es ist fast Mittagszeit und die Sonne erleuchtet die Quarzitwände in ein strahlendes Rotbraun. Wir blieben noch einige Minuten in der Schlucht und warteten bis die Sonne direkt über uns stand und den nur einige Meter breiten Einschnitt beleuchtete.


Nicht nur der Bach in der Standley Chasm führte unüblicherweise Wasser, sondern mehrfach war auch die Straße überflutet. Zwei mal war es kein Problem und wir konnten mit unserem Focus durch das Wasser. Beim dritten Mal ging jedoch nichts mehr. Ein entgegenkommendes Auto warnte uns, dass selbst SUV nicht weiter kommen sollen und so probierten wir erst gar nicht unser Glück und drehten um. Somit war hier leider Schluß für uns und wir konnten uns auf den Weg zum Uluru machen.


Weiter zum Uluru.

Übersicht.