Kangaroo Island II

Seal Bay

Der nächste Tag verwöhnte uns wieder mit bestem Wetter. Bereits morgens um 9 waren es schon 25°C. Wir hatten uns vorgenommen gleich als erstes zur Seal Bay zu fahren und dort an einer Führung teil zu nehmen. Bei der Ankunft waren es bereits über 30° und es sollte noch heißer werden. Wir buchten eine geführte Strandtour. Alternativ gibt es noch die Boardwalktour oder der kostenlose aber gefühlt 2km entfernte Lookout. Wer den Tieren richtig nahe kommen möchte, kommt an der geführten Tour nicht vorbei. Preise etc findet man hier. Waren waren erst die zweite Gruppe die an diesem Tag die Tour machte und unsere Gruppe bestand zum Glück aus nur sieben Personen. Zu erst gehen wir auf einem Steg über die Dünen. Auf einer Holzplattform direkt über dem Strand treffen wir dann auch unseren Guide. Er gibt uns eine kurze Einweisung und dann geht es auch schon los.

Es herrscht ein reges Treiben am Strand. Viele Tiere liegen nur, von der Hitze geplagt, faul im Sand. Andere watscheln scheinbar ziellos durch die Gegend. Ab und zu konnte man Bullen beobachten die sich duellierten. Die Tiere sind auf ihren Flossen erstaunlich schnell. Ganz anders als Robben oder Seeelefanten. Insgesamt dauerte die Führung fast eine Stunde. Der Rückweg führte über den Broadwalk. Wer unterwegs sich genau umguckt, der kann in den Dünen ein altes Walsklett erkennen. Am Visitor Center angekommen, wartet schon die nächste Gruppe auf die Führung. Es ist eine große Reisegruppe, mindestens 30 oder 40 Leute. Da hat sich das frühe Aufstehen mal wieder gelohnt.

Stokes Bay

Da die Temperatur immer weiter stieg und es schon 35°C waren, beschlossen wir zur Stokes Bay zu fahren. Die Bucht befindet sich auf der Nordseite und so fahren wir auf den Schotterpisten einmal quer über die Insel. Die Bucht ist auf den ersten Blick gar nicht zum Baden geeignet. Es ist alles voller Steine und nichts läd zum Baden ein. Man sollte jetzt jedoch auf keinen Fall umkehren. Wenn man nach rechts guckt, dann findet man an einem riesigen Felsen ein kleines Schild auf dem "Beach" steht. Wir kraxeln durch den engen Gang und auf der anderen Seite wartet der genialste Strand den ich bisher gesehen habe. Das Wasser war so unbeschreiblich klar und man konnte mindestens hundert Meter weit hinein gehen. Zu Beginn waren nur 10 Leute am Strand und später waren wir sogar ganz allein. Wer mit kleinen Kindern herkommt, der wird den natürlichen "Kinderpool" zu schätzen wissen. Ein kleiner Bereich ist mit Steinen abgegrenzt und maximal nur einen Meter tief.

Emu Bay

Nach dem wir vor der knallenden Sonne geflüchtet sind, haben wir uns auf den Weg zum nächsten Strand gemacht :) Ziel soll die Emu Bay sein. Unterwegs fahren wir durch die wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaft von Kangaroo Island. Das tollste ist aber die Einsamkeit. Ich weiß nicht mehr genau wie viele Autos uns auf den Schotterpisten während den zwei Tagen entgegen gekommen sind, aber es waren nicht viel mehr als eine Hand voll und so kann man die Insel ungestört genießen und erkunden.
An der Emu Bay war es dann aber nicht mehr ganz so einsam. Der 5km lange weiße Strand ist der einzige auf Kangaroo Island der mit dem Auto befahren werden darf. Hier habe ich mich dann erstmal richtig mit Allrad ausgetobt.

Cape Willoughby

Nach unseren Strandausflügen wollten wir noch einen weiteren Leuchtturm erkunden. Da wir eh noch mal nach Penneshaw wollten, haben wir uns auf den Weg zum Cape Willoughby gemacht. Penneshaw ist eigentlich wie jeder Ort recht unspektakulär. Einziges "echtes" Highlight war für uns das Pinguinschild. So eins fehlte noch in unserer Sammlung. Keine Ahnung ob es irgendwo sonst noch solch ein Schild gibt. Nach einem kurzen Spaziergang an der Steilküste plus Fotosession sind wieder ins Auto um an die Ostspitze von Kangaroo Island, dem Cape Willoughby, zu fahren. Hier befindet sich der älteste Leuchtturm in ganz South Australia. Er wurde 1852 errichtet und zeigte den Schiffen den Weg zur Känguru-Insel. Heute befinden sich hier 3 Ferienhäuser die angemietet werden können. Ich glaube abgelegener und ruhiger kann man fast gar nicht mehr Urlaub machen. Zum nächsten Ort sind es gut 20km über eine alte Schotterpiste.


Auf dem Rückweg haben wir dann fast noch ein großes Känguru mitgenommen. Die Sonne blendete uns und links und rechts von der Schotterpiste war es aufgrund hoher Büsche und Bäume recht unübersichtlich. Plötzlich hüpfte knapp vor uns ein großes Känguru auf die Straße. Es schien die Gefahr zu bemerken und versuchte vor uns weg zuspringen. Dank Vollbremsung, die auf der Sandpiste nicht wirklich effektiv war, hat es das Känguru noch gerade so auf die andere Seite geschafft. Naja, das ist zum Glück noch mal gut gegangen. Die restlichen 50km sind wir dann aber mit 50km/h weiter gefahren. Einen Unfall hätte ich jetzt nicht gebrauchen können.

Am nächsten Morgen ging es dann wieder zum International Airport Kingscote ;)
Ganz toll fand ich die Gepäckwaage. Es war nur eine bessere Personenwaage.
Aber eins hatter dieser Flughafen vielen viel größeren voraus. Es gab kostenloses WLAN.

Über Adelaide ging es dann nach Sydney.

Übersicht.