Kangaroo Island

Schon von Deutschland aus hatten wir uns entschieden auf jeden Fall ein paar Nächte auf Kangaroo Island zu verbringen. Es gibt zwei Möglichkeiten auf die Insel zu kommen, entweder mit der Fähre oder per Flugzeug. Zu unserer Überraschung waren die Preise gleich und so entschieden wir uns auf jeden Fall für den Flieger. Glücklicherweise konnten wir die Flüge vor Ort auch recht günstig umbuchen und so stand zwei genialen Tagen auf einer einsamen Insel nichts mehr im Weg.

In Adelaide sind wir dann in eine kleine SAAB von Regional Express gestiegen. Der nur 20 minütige Flug war zur Abwechslung mal richtig aufregend und spannend, alles wackelte und klapperte :) Am Flughafen, der nicht größer war als mein Wohnzimmer, haben wir dann auch gleich unser Auto bekommen. Die wohl netteste Frau hinter einem Mietwagenschalter gab uns dann noch ein kostenloses Upgrade auf einen SUV. Sie meinte, der wäre eindeutig sicherer für die Insel. Damit könnten wir ohne Probleme Wallabies oder Opossums (oder Opossi - k.a. wer weiß das schon) überfahren. Nur mit größeren Kangaroos sollten wir uns nicht einlassen. Gut zu wissen, aber wir werdens hoffentlich nicht ausprobieren müssen.

Übernachtet haben wir in der Ficifolia Lodge in Parndana im Zentrum der Insel. Die Lage und der Preis sind einfach top. Man ist innerhalb von einer Stunde fast überall auf der Insel. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es einen kleinen Supermarkt und kleines Bistro. Hier haben wir uns jeden Morgen mit wirklich leckeren und frischen Sandwiches eingedeckt. Wer so Spät wie wir auf der Insel landet, der sollte sich auf jeden Fall in Adelaide schon mit Essen eindecken, denn ab 8 spätestens halb 9 gibt es nichts mehr auf der gesamten Insel zu kaufen. Wir mussten den Hunger mit ein paar Keksen und einer 5-Minutenterrine stillen.

 

Flinders Chase National Park

Leuchtturm Kangaroo Island

Am nächsten Tag fahren wir in den Westen der Insel und besuchen den Flinders Chase National Park. Er ist mit über 320km⊃2; der größte und bekannteste Nationalpark der Insel und bedeckt fast 10% der Gesamtfläche. Der Park selbst besteht fast vollständig aus großflächigen Eukalypuswäldern in dem fast alle einheimischen Tiere heimisch sind. Und so ist die Wahrscheinlichkeit fast 100% auf Kängurus, Wallabies oder Koalas zu treffen. Mit etwas Glück trifft man auch Schnabeltiere, Opossums, Wildschweine und zahlreiche Vogelarten. Auf dem Weg zum Cape du Couedic fahren wir durch große Buschwälder und waren erschrocken wir trocken und tot alles aus sah. Große Brände hatten den Wald leider stark geschädigt.

An der Südwestspitze angekommen besuchen wir zu erst den Leuchtturm. Der 25m hohe Turm wurde 1905 fertiggestellt. Interessant ist das kleine weiße Häuschen vor dem Turm. Zu Beginn wurde hier das Feuerholz gelagert mit dem das Turmlicht befeuert wurde.

 


Unterhalb des Leuchtturms beginnt ein Holzsteg der zum Admirals Arch führt. Er ist ein Steinbogen mit hunderten kleinen Stalaktiten. In der Höhle darunter suchen häufig Pelzrobben etwas schutz vor der Sonne.


Unser nächstes Ziel waren die Remarkable Rocks. Keine Ahnung was sich die Natur dabei gedacht hat, direkt am Meer ein Felsplateau zu errichten und darauf unzählige und völlig wild geformte Steine abzulegen. Es ist eigentlich auch egal, denn was in den letzten tausend oder millionen Jahren daraus geworden ist, sieht wirklich genial aus. Vorallem ein Granitblock hatte es uns angetan. Er ist von innen komplett ausgehöhlt und der Stein ist nur noch wenige Zentimeter dick.

Koala Walk

Koalas kann man eigentlich überall auf der Insel sehen. Richtig nahe, aber doch in freier Wildbahn kann man sie auf dem Koala Walk sehen. Er befindet sich direkt an der South Coast Road. Entlang eines circa 200m langen Weges befinden sich unzählige Eukalyptusbäume in denen sich die Koalas pudel wohl fühlen. Auf dem Gelände hüpfen auch zig Kängurus und Wallabies durch die Gegend. Mit etwas Glück trifft man auch auf ein Echidna. Uns ist aber leider keins über den Weg gelaufen. Aber egal, die Koalas sind schon knuffig genug.

Vivonne Bay

Nächster Halt ist an dem wunderschönen Strand an der Vivonne Bay. Glasklares Wasser, sehr feiner weißer Sand und die interessanten Felsformationen machten ihn 2006 zum schönsten Strand von Australien. Nicht zu unterschätzen sind aber die zeitweise starken Unterströmungen. Für uns war es aber zum Baden eh zu kalt. Wir haben uns gerade mal bis zu den Knöcheln in das Wasser gewagt.

Kingscote

Am späten Nachmittag sind wir dann nach Kingscote gefahren. Es ist mit 1700 Einwohnern der größte Ort auf der Insel. Hauptattraktion ist hier die tägliche Pinguinshow und die Fütterung der Pelikane. Die Fütterung startet jeden Tag um 17:00. Wir hielten uns etwas abseits, denn mitten zwischen den Pelikanen ging es ganz schön zur Sache. Zum Teil haben sich die Pelikane vor Futterneid gegenseitig fast den Kopf abgebissen.

Leider hatten wir wieder ganz verschwitzt, dass es hier keinen Supermarkt gibt der bis 22:00 Uhr geöffnet hat und so machten wir uns verzweifelt auf die Suche nach einem kleinen Restaurant. Zum Glück fanden wir an einer Tankstelle das Kangaroo Island Fresh Seafoods. Hier gabs super leckeren und günstigen Fisch. Am nächsten Abend haben wir uns dann gleich wieder eine Fischplatte geholt :)
Nach dem Essen kauften wir uns noch schnell 2 Tickets für die Pinguinshow und vertrieben uns die restliche Zeit bis zum Begin, in dem wir die nähere Umgebung etwas genauer erkundeten.


Die Pinguintour startet dann gegen 21:00Uhr. Mit einer Gruppe von 15 Personen gehen wir auf dem sonst unzugänglichen Holzsteg entlang. Der Guide zeigt uns mit seiner Rotlichtlampe die vielen kleinen Höhlen in denen die Pinguine nisten. Plötzlich kommt uns ein kleines Pinguinpäarchen entgegen. Die Kleinen bemerken uns gar nicht und tappsen sogar auf unseren Schuhen rum. Zurück gehen wir direkt am Strand entlang. Hier begegnen uns viele weitere Pinguine, die sich gar nicht stören lassen und nur darauf warten photografiert zu werden.


Im Anschluß machen wir uns wirklich geschafft auf den Rückweg. Auf keinen Fall sollte man so spät aber die Konzentration schleifen lassen. Mehrfach müssen wir scharf Bremsen, da Kängurus, Opossums oder sogar Koalas auf der Straße standen.

Hier könnt ihr sehen was wir am zweiten Tag auf Kangaroo Island erlebt haben.

Übersicht.