Melbourne II

Echt genial. Auch am 2. Tag wurden wir von der Sonne geweckt und das obwohl es eigentlich regnen sollte. Leider war es unser letzter Tag in Australien und am Nachmittag ging es noch weiter nach Sydney. So mussten wir dann erstmal unsere gesamten Sachen packen und auschecken. Die Koffer haben wir im Hotel gelassen um dann noch mal in die Stadt gehen zu können. Zu erst machten wir noch mal ein Fotoshooting am Hotel und am Yarra River.

Überquert man einmal den Yarra River, dann landet man schon mittem im Geschehen, direkt in der Flinders Street Station, dem verkehrsreichsten Bahnhof in Melbourne. Der bekannteste Bahnhof in Melbourne wurde ab 1900 errichhtet und konnte 10 Jahre später eingeweiht werden. Bereits vorher gab es hier einen kleinen Bahnhof der zusammen mit der ersten Eisenbahnlinie in Australien 1854 eröffnet wurde. Mit den Jahren wuchs die Bedeutung des Schienenverkehrs und es kamen mehr und mehr Eisenbahnlinien hinzu. Da die Kapazität des kleinen Bahnhofs irgendwann nicht mehr ausreichte, wurde 1882 beschloßen den Bahnhof komplett zu erneuern. Es entstand die Flinders Street Station. Ganz klarer Eyecatcher ist die große Empfangshalle an der Ecke Swansten Street - Flinders Street mit den vielen Uhren über dem Eingang, die die Abfahrzeiten der einzelnen Züge anzeigen. Sie stammen sogar noch von dem alten Bahnhof und wurden 1860 aus England importiert. Früher musste sie über 1000 mal am Tag per Hand gestellt werden, heute werden sie natürlich digital gesteuert.

Federation Square

Der Federation Square ist das neue Zentrum der Stadt und kultureller Mittelpunkt. Nach der Eröffnung 2002 wurde der Platz aufgrund der eigenwilligen Architektur und der hohen Kosten von den Einwohnern Melbournes gemieden. Er entwickelte sich dann aber schnell zu einem Publikumsmagneten und die Kinos, Restaurants, Bars, Events und Festivals ziehen jährich weit über 8 millionen Gästen an.

St. Paul's und Forum Theater

Direkt gegenüber befinden sich gleich zwei weitere Sehenswürdigkeiten: St. Paul's Cathedral und das Forum Theater.

Entworfen wurde die neugotische Kathedrale von dem englischen Architekten William Butterfield. Im Jahre 1880 war die Grundsteinlegung. Butterfield konnte den Bau jedoch selbst nicht fertigstellen und so vollendete der Architekt Joseph Reed das Gotteshaus. Offiziell eingeweiht und gesegnet wurde der Bau 1891. Das war noch lange bevor markanten Spitzentürme gebaut wurden (1926).

Das Forum Theater wurde 1929 eröffnet und war mit mehr als 3300 Plätzen das größte in ganz Australien. Heute befinden sie hier 2 Säale mit zusammen 2800 Plätzen. Auf den ersten Blick aber viel auffälliger ist die orientalische Architektur. Die vielen kleinen Türmchen und die reichhaltigen Verzierungen stehen im krassen Gegensatz zu der kalten Architektur des gegenüberliegenden Federation Squares.

Hosier Lane

Wie in vielen anderen Großstädten auch, gibt es auch in Melbourne ein Problem mit Vandalismus und Grafittis. Die Stadt versuchte dem Problem mit harten Strafen Herr zu werden. Aber da dieser Weg in der Regel nur wenig erfolg hat, sind sie auch einen zweiten Weg gegangen. Sie stellten den Sprayern und Urban-Art Künstlern die Hosiers Lane hinter dem Forum Theater zur Verfügung. Hier toben sich jetzt also die kreative Szene von Melbourne aus. Dementsprechend bunt war es auch in der Straße. Die Themen reichen von politisch, über spaßige Wandbilder bis hin zu Animes und Aufkleber.

Chinatown

Zum Schluß haben wir dann noch einen kleinen abschließenden Ausflug nach Chinatown in die Little Bourke Street unternommen. Die Siedlung wurde 1851 während des Goldrausches gegründet und ist somit die älteste in Australien.


Danach mussten wir dann leider zum Hotel um unsere Koffer abzuholen, denn am frühen Abend ging noch unserer Flieger in Richtung Sydney von wo aus am nächsten Morgen nach Frankfurt ging. Der 21-stündige Rückflug war dann zum Abschluß auch noch mal ein Erlebnis. Bereits direkt nach Start wurde über die Lautsprecher ein Ingenieur gesucht... naja, dass machte einem ein nicht gerade tolles gefühl :) Hinzu kam, dass sich mein Sitz nach kurzer Zeit "auflöste". Ständig fiel die Kopfstütze ab. Während des Zwischenstops in Singapur sollte er dann repariert werden. Naja es waren ja nur 10h bis dahin. Zumindest wurde der Sitz dann wie versprochen, ich sag mal wieder hergestellt und ich konnte die zweite Hälfte etwas entspannter sitzen. Gelandet sind wir dann pünktlich bei minusgraden und Schnee in Frankfurt. Dieser extreme Wetterumschwung von fast 30° machte uns ganz schön zu schaffen. Beide hatten wir nach nur 4 Tagen eine dicke Erkältung. Die zig tausend sonnigen Fotos beschleunigten den Heilungsprozess aber spürbar.

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