Pinnacles

Lancelin

Nach nur einer Nacht im wundervollen The Grandhouse York B&B machen wir uns wieder auf den Weg in Richtung Perth. Unseren ersten längeren Halt machen wir in Lancelin. In dem kleinen Fischerort leben nur 700 Menschen, dennoch gibt es 2 Gründe hier her zu kommen.

Zum einen gibt es hier einen wirklich tollen Strand. Das Wasser ist herrlich klar und der Sand fast weiß. Eigentlich wollten wir auch schwimmen gehen, aber leider war das Wasser ganz schön kalt. Anstatt dessen besuchten wir das zweite Highlight: The Big Dune, eine riesige schneeweiße Sanddüne. Schon vor dem Ort kann man die riesige Düne sehen. In Lancelin angekommen, sehen wir überall Schilder die mit Sandboarding werben. Diesem Angebot konnten wir auch nicht wiederstehen und liehen uns ein Board für 15$ für 2h aus und machten uns auf den Weg. Dank unseres Allrads konnte wir bis zu einer riesigen Düne vorfahren. Generell ist es hier möglich sich mit einem Allrad in der gesamten Düne frei zu bewegen. Uns war es aber zu riskant, denn der Sand war schon extrem tief und das Auto halt doch mehr für die Straße gedacht. Aber wie waren ja eigentlich eh wegen dem Sandboarding hier.

Also Board geschnappt und ab auf die Düne. Gleich von anhieb klappt es relativ gut und es macht ordentlich Spaß. Ich war überrascht wie anstrengend es ist, was aber vor allem an dem Aufstieg liegt. Aber jeder Aufstieg lohnt sich. Nicht nur wegen der kommenden Abfahrt, sondern auch für die Aussicht. Die Düne befindet sich fast direkt am Meer und so hat man einen herrlichen Blick. Gut anderthalb Stunden toben wir uns richtig aus, bevor wir weiß gepudert weiter fahren.

Pinnacles

Auf dem erst im Oktober fertiggestellten Indian Ocean Drive fahren wir Richtung Cervantes zum Nambung National Park. Die Straße führt die ganze Strecke durch eine riesige Buschlandschaft. Zu Beginn der Strecke waren wir etwas entäuscht. Wir fahren zwar an den vielen weißen Sanddünen vorbei, aber von dem Ozean war gar nichts zu sehen. Erst später kommen wir dem Meer immer näher und zum Teil bieten sich spektakuläre Ausblicke. Unterwegs treffen wir auf viele Kängurus am Straßenrand. Es ist also Vorsicht geboten. Irgendwann gegen 16:00 Uhr erreichen wir den Eingang des Nambung National Parks. Bevor wir mit dem Scenic Drive starten, besuchten wir das Visitor Center. Die Ausstellung interessierte uns aber nur kurz. Am Hinterausgang bemerkten wir ein Känguru, was scheinbar die Besucher beobachtete. Aber es war nicht allein, denn in dem Beutel versteckte sich ein kleines Joey. Wow,... wie niedlich. Leider hatte ich nur mein kleines Objektiv dabei. Nachdem ich kurz beim Auto war um das Tele zu holen, war das Känguru leider verschwunden.

Aber wir sind ja nicht wegen den Kängurus hier, sondern wegen den tausenden Kalksteinnadeln. Zum Glück war nicht allzu viel los. Auf dem Rundkurs waren nur einige Autos unterwegs und so konnten wir ganz in ruhe, ja fast ungestört die Landschaft erkunden. Wir fahren die 4km lange Runde 2mal und lassen uns dafür etwas über 2 Stunden Zeit. Wir treffen auf unterschiedlichste und bis zu 4m hohe Formationen. Von dünn und spitz über dick und rund und durchlöchert und schroff war alles dabei. Desto später es wurde umso schöner wurden die Strukturen und Farben auf den Felsnadeln.

 


Kurz vor Sonnenuntergang sind wir dann nach Cervantes. Unterwegs treffen wir noch auf eine handvoll Kängurus am Straßenrand. Vorsichtiges Fahren ist also in der Dämmerung unbedingt nötig. Wir übernachteten mangels Alternativen im Cervantes Motel. Dank der Monopolstellung sind die Zimmerpreise nicht gerade günstig und die Qualität des Zimmers mittelmäßig. Für eine Nacht ist es aber ok. Möchte man sich das vermutlich mittelmäßige Essen in der Hotelbar entgehen lassen, sollte man sich dringend etwas mitnehmen. Denn nach 18:00 haben bereits alle Läden in dem kleinen Ort geschloßen.

Wer noch einen guten Ort für einen perfekten Sonnenuntergang sucht, der sollte zum Strand von Cervantes fahren.


Am nächsten Tag sind wir gleich morgens nach Perth und sind von dort nach Alice Springs geflogen.

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