Whitsunday Islands

Hamilton Island

Da die erste Woche in Queensland leider total verregnet war, wagten wir einen zweiten Versuch. Der Wetterbericht sagte zumindest für zwei Tage gutes Wetter voraus und das wollten wir nutzen. Mit dem Flieger gings mit JetStar nach Hamilton Island. Sie ist die größte bewohnte Insel der 74 Inseln der Whitsundays. Auf ihr befinden sich mehrer Touristenresorts von 3 bis bald auch 6 Sternen. Dementsprechend ist das Angebot auch eher an ältere und wohlbetuchte Gäste gerichtet. Wir wollten den Schönwettertag nicht verschwenden und so wollten wir zumindest noch die Insel erkunden. Leider werden alle Gäste die keine Übernachtung auf der Insel gebucht haben zielstrebig und sofort aufs Festland geschippert.

Wir fragten nach der Ankunft ob wir unser Gepäck irgendwo sicher abstellen könnten und es möglich wäre eine spätere Fähre zu nehmen. Zur unserer Überraschung war die Dame am Infoschalter sehr aufgeschlossen und bot an, das Gepäck schon auf's Festland zu bringen und wir könnten dann eine spätere Fähre nehmen und dann unser Gepäck abholen. Sie meinte, dass sie ihre Kollegen informiert und wir nur nachfragen bräuchten. Wir waren skeptisch aber auch gespannt ob das so einfach klappt.

Die beste, einfachste und spassigste Methode die Insel zu erkunden, ist ein Golfcar. Auf der gesamten Insel gibt es nur eine handvoll Autos. Der Rest bewegt sich mit den Golfcars fort. Wir mieteten uns eins für eine Stunde.. Der Spaß ist mit 45$ zwar teuer, aber immer noch besser als bei dem schönen Wetter durch Airlie Beach zu spazieren. Um die gesamte Insel zu erkunden benötigt man nicht mal ein Stunde. Highlights sind die Marina, der Strand und der One Tree Hill Lookout. Von hier bietet sich ein Ausblick auf die gesamte Insel und die Nachbarinseln.


Insgesamt war der Ausflug ganz nett, aber ich würde hier mit sicherheit keinen Urlaub verbringen. Dafür ist die Insel einfach zu langweilig. Auch der Strand war nur einer der schlechteren. Da gibt es bessere und günstigere Orte in Australien um Urlaub zu machen. Wir haben dann letztendlich 2 Stunden später als ursprünglich geplant die Fähre genommen. Schon bei der Ankunft am Hafen wurden wir angesprochen, ob wir nicht die 2 wären deren Gepäck schon in Shute Harbour wartet. Es hat also alles perfekt geklappt. Mit dem Bus wurden wir dann nach Airlie Beach gefahren. Dort haben wir wieder für 2 Nächte im genialen Sunlit Waters eingecheckt.

Schnorcheln in den Whitsundays

Eigentlich wollten wir für den nächsten Tag spontan einen Rundflug über das Great Barrier Reef buchen doch leider war alles ausgebucht. Wir entschieden uns dann für eine Bootstour durch die Whitsundays mit WhitehavenXpress. Morgens begrüßte uns dann zum Glück auch die Sonne und einem klasse Tag stand nichts mehr im wege. Gegen 8 wurden wir dann abgeholt und zur Marina gebracht. Von dort aus gings dann zur Mantaray Bay. Nach gut einer Stunde erreichten wir die Korallenbucht mitten in den Whitsundays. Unterwegs bekamen wir eine kurze Einweisung und absolut sexy "Stingersuits". Leider war Würfelquallensaison und so wurde uns empfohlen den Schwimmanzug zu tragen. Naja, sicher ist sicher...
Also dann mal ab ins Wasser:

Whitehaven Beach

Nach unserer Schnorcheltour fuhren wir weiter zur größten Insel und dem Namensgeber der Whitsundays. Auf Whitsunday Island befindet sich einer der berühmtesten und schönsten Strände der Welt. Der Whitehaven Beach ist der weißeste Strand der Welt. Zu verdanken ist das dem 99,7% Quarzgehalt im Sand. Den besten Blick auf diesen wundervollen Strand hat man vom Hill Inlet, einem Aussichtspunkt auf Whitsunday Island.

Wir sind wieder einige Zeit unterwegs, bevor wir vor einem unscheinbaren Strand halt machen. Mit dem kleinen Beiboot setzen wir dann über und wandern in den Regenwald hinein. Es sind nur einige 100m bis zum Aussichtspunkt. Unterwegs treffen wir auf ein paar kleine und große Spinnen. Auch ein paar Echsen kreuzten unseren Weg. Anderes Getier versteckte sich aber leider.

Oben angekommen bietet sich ein atemberaubender Blick auf einen einzigartigen Strand. Für die Fotosession hatten wir circa 30 Minuten Zeit. Zum Glück kam auch mal die Sonne raus, denn erst dann sieht der Strand so richtig weiß aus und das klare Wasser leuchtet türkis. Unsere nächste Station war dann der Whitehaven Beach. Während unsere Guides das BBQ vorbereiteten, erkundeten wir den Strand. Glücklicherweise waren nicht allzu viele Besucher da und wir konnten in ruhe Fotos machen. Für die Kamera war der Besuch eine echte Tortur.
Schon auf dem Boot wurden wir gewarnt, dass der feine Sand die Kamera schrotten wird sobald auch nur ein Korn in die Cam kommt. Demenstsprechend vorsichtig war ich und ich konnte das Schlimmste vermeiden. Der Sand war aber wirklich der feinste den ich bisher sehen durfte. Er war so fein, dass er beim gehen unter den Füßen quitschte. Nach nicht ganz einer Stunde war dann auch das BBQ fertig. Es gab mehrere sorten Fleisch, Salate, Obst und das Ganze war eigentlich auch ganz lecker. Das wussten wohl auch die vielen Goanas die aus allen Ecken kamen. Zum Glück sind sie friedlich geblieben, was aber auch daran gelegen haben kann, dass sie überall was zu essen bekamen.


Nach dem BBQ sind wir dann zurück zum Boot. Eine Stunde Bootsfahrt hatten wir noch vor uns und dann war ein erlebnisreicher Tag leider vorbei. Ich kann jedem, der nur begrenzt Zeit hat und dennoch viel von den Whitsundays sehen will, solch eine Tour absolut empfehlen. Am darauf folgenden Tag haben wir dann noch eine kleine Shoppingtour durch Airlie Beach unternommen. Noch einen Tag später sind wir dann weiter nach Melbourne, von wo es gleich weiter in Richtung Great Ocean Road ging.

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