Meer, alte Gemäuer & Windmühlen

Cala Moro

Da es bereits an diesem Morgen sehr warm war, beschlossen wir uns gleich am Vormittag etwas abzukühlen. Zur Abwechslung mal nicht im Pool, sondern in der wohl schönsten Bucht auf Mallorca. Die Cala Moro ist noch so etwas wie ein kleiner Geheimtipp und so sind hier nicht nur Touris sondern vor allem auch Mallorqiner anzutreffen. Am Abend zuvor haben wir uns auf Entdeckungstour begeben, denn man findet kaum eine eindeutige Wegbeschreibung. Ich habe mich vorab grob bei google.maps orientiert, dennoch lagen wir mit unserem ersten Versuch daneben und landeten in einer felsigen Steinbucht. Der zweite Versuch war dann von Erfolg gekrönt. Nach gut 20 Minuten Fußweg erreichten wir, zum Teil auf sehr schmalen Trampelpfaden die Bucht. Und wow, was für ein Anblick, tief in der Bucht versteckt befindet sich der kleine Sandstrand. Wie erwartet war es fast menschenleer. Es gab nur ein paar Jugendliche die von den Klippen gesprungen sind und die letzten Badegäste packten gerade die Sachen.

Beim Rückweg fanden wir noch eine deutlich Abkürzung, so dass wir es am nächsten Morgen deutlich einfacher hatten. Natürlich war es jetzt nicht mehr so leer wie am Abend zuvor. Aber der Anblick war wiklich perfekt. Die Sonne leuchtete die Bucht voll aus und das Wasser zeigte sein ganzes Farbspektrum, von weiß bis tiefblau.

Artà

Nach dem wir Sonne tankten und uns abkühlten setzten wir uns ins Auto und fuhren in den Nordosten der Insel, nach Artà. Schon vor Ankunft können wir unser eigentliches Ziel, die Wallfahrtskirche Sant Salvador sehen. Wir parken direkt in der Stadt und gehen einfach immer Richtung Kirche und sollten wir sie nicht sehen, dann gings einfach immer bergauf. Die Kirche wurde inmitten einer alten Festungsmauer errichtet, die auch begangen werden kann. Die letzten Meter zur Kirche hinauf führen entlang einer sehr schönen Treppe. Sie ist mit vielen Zypressen und Kakteen bepflanzt und ermöglicht einen wunderschönen Blick auf die Stadt von Artà. Überhaupt ist die Aussicht von hier oben wirklich toll.

Capdepera

Gar nicht weit von Artà entfernt ist Capdepera. Auch hier thront eine alte Festung über der Stadt. Die Schutzmauer wurde 1386 fertiggstellt und in den nächsten Jahrhunderten immer weiter gegen Piratenangriffe verstärkt. Des Weiteren wurden 4 Wachtürme errichten. Erhalten ist heute nur noch einer von den 4 Türmen. Am höchsten Punkt innerhalb der Anlage wurde eine kleine Kapelle errichtet, dessen Dach zur Verteidigung genutzt wurde.

Windmühlen von Campos

Zum Abschluß des Tages haben wir noch eine Tour durch die unzähligen Windmühlen rund um Campos gemacht. Biegt man auf der MA-19 vor Campos links auf eine der vielen Nebenstraßen ab, kommt mitten in die weiten Felder, auf denen mindestens eine der schönen Mühlen steht. Der Zeitpunkt war optimal. Auf den Feldern lagen die trockenen Strohballen, die tief stehende Sonne warf herrlich lange Schatten auf den Boden und ließ das Gelb noch kräftiger erscheinen.


Die Mühlen haben eine sehr lange Tradition auf Mallorca. Es wird angenommen, dass schon zu Zeiten als die Araber herrschten, im 12. Jahrhundert, bereits die ersten Windmühlen auf Mallorca standen. Ein echter Boom begann im 17. Jahrhundert, als immer mehr Getreide und Oliven gemahlen werden musste. Insgesamt gab es über 700 solcher Mühlen. Ein Großteil der Windräder wurde jedoch zur Bewässerung von Feldern genutzt, in dem das Grundwasser durch die Windkraft bis an die Oberfläche gepumpt wurde. Über 2500 solcher Wasserpumpen standen auf Mallorca.

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