Paris 2008

Tag 1 Tag 2 Tag 3 Tag 4 Tag 5

Galeries Lafayette

Mit der U-Bahn fahren wir zum Boulevard Haussmann uns steigen direkt vor dem wohl schönsten Einkaufszentrum in Paris aus. Die Galerie Lafayette wurde 1893 als ein 70m²; großes Wäschegeschäfft eröffnet. Jahr für Jahr wurde es erweitert bis es 1912 seine heute bekannte Größe und Form bekam. Man kann auf über 18000m⊃2; seiner Shoppinglust fröhnen. Der bekannteste Gebäudeteil ist die riesige Galeriehalle, die von einer bunten Jugendstilkuppel gekrönt wird.

Arc de Triumph

Da wir nicht zum Shoppen nach Paris gekommen sind, sind wir mit der U-Bahn zur Haltestelle Franklin D. Roosevelt, mitten an der Champs Elysee. Die bekannteste Prachtstraße Frankreichs, wenn nicht sogar auf der Welt, bildet die Verbindung zwischen dem Place de la Concorde und dem Arc de Triumph. Die Sichtachse reicht sogar bis zur Satellitenstadt LaDéfense. Bereits im 17Jh. legte Louis XIV hier eine Promenade, den "Grand Cours" an. Ein wirklich Boom setzte jedoch erst im 18.Jh ein, als die ersten Gebäude an der Avenue errichtet wurden. Auch wurde der Place de l'Étoile, der heutige Place de Charles de Gaulle, angelegt. Zu Beginn des 19.Jh wurde unter Napoleon I. die Straße umfassend erweitert und modernisiert.


Nach dem Sieg in der Schlacht von Austerlitz beauftragte Napoleon I. den Bau eines imposanten Triumphbogens. Am 15. August 1806 erfolgte die Grundsteinlegung im Zentrum des Place de l'Étoile, dem heutigen Place de Charles de Gaulle. Erst 30 Jahre später erfolgte die Einweihung, die Napoleon nicht mehr miterleben durfte.

Er erschuf einen fast 50mm hohen und 45m breiten Prunkbau. Der große Bogen misst nahezu 30m in der Höhe. Unter dem Dach befindet sich ein kleines Museum, von wo aus man auch Zugang auf die Aussichtplattform hat. Die Aussicht war wirklich toll. Man konnte von LaDefénse bis zum Louvre ungestört seine Blicke schweifen lassen. Auch der Eiffelturm sieht von hier wirklich klasse aus.

Louvre

Als nächstes sind wir zum Louvre. Für einen Besuch im 3. größten Museum der Welt hatten wir leider keine Zeit (vielleicht wollten wir uns auch einfach keine nehmen) und so schauten wir uns einfach nur den wundervollen Platz an und genossen die Atmosphäre.

Da ja ein Triumphbogen viel zu langweilig wäre, ließ Napoleon einen zweiten Triumphbogen, den Arc de Triomphe du Carrousel, zwischen dem Louvre und den Tuilerien erbauen. Er orientierte sich dabei an den Septimius-Severus-Bogen in Rom. Auch wenn er gerade mal halb so groß wie der große Bruder ist steht er seiner Schonheit in nichts nach. Interessant ist, dass die Quadriga auf dem Bogen ursprünglch vom Markusdom aus Venedig stammt. Nach dem Sieg der Franzosen gegen die Italiener nahm Napoleon diese mit als Siegestrophäe. 1815 gab er sie dann netterweise wieder zurück und lies sich seine eigene Quadriga nachbauen.


Der Louvre ist wirklich ein wunderschöner und riesiger Gebäudekomplex. Baubeginn war bereits im 12. Jahrhundert. Richtig fertiggestellt wurde es nie wirklich. Immer wieder wurde neue Gebäudeteile hinzugefügt, angebaut oder umgebaut. Zuletzt wurde 1989 die berühmte Glaspyramide im Innenhof des Louvres errichtet, die heute als Eingang ins Museum fungiert. Im Museum selbst gibt es über 35000 Exponate auf 60000m²; zu begucken. Das berühmteste ist mit Sicherheit die Mona Lisa.

Wir gehen in den Innenhof des Louvres und entspannen etwas an dem kleinen Springbrunnen. Nach ein paar Minuten Pause verlassen wir den Louvre auf der Ostseite und stehen vor der Kirche St-Germain-l’Auxerrois. Besonders toll fand ich an der im 15. Jahrhundert erbaute Kirche, den freistehenden Kirchturm. Er erinnerte mich irgendwie an den Turm aus dem Film "Herr der Ringe". Das Gebäude links vom Turm gehört übrigens nicht zur Kirche. Es ist das Rathaus des 1. Bezirks.

Notre-Dame

Als nächstes gehen wir zur Insel "Île de la Cité", auf der sich Notre-Dame befindet. Eher zufällig überqueren wir den Place Dauphine. Hier befinden sich viele Restaurants und der Platz läd wirklich zum verweilen ein. Wir gehen weiter der Seine entlang und treffen nach nur ein paar Metern auf Notre-Dame. Wow, was für ein imposanter Bau. Als erstes Drehten wir unsere Runden um die Kathedrale und knippsten aus jedem erdenklichen Winkel. Nach dem ersten Fotoflash setzten wir uns auf eine Bank und genossen den Blick. Ich nahm den Reiseführer und öffnete die Seite zur Notre-Dame. Ich war erstaunt als ich laß, dass der Baubeginn bereits Mitte des 12. Jahrhunderts war. Die Bauzeit betrug fast 200 Jahre, wobe ich mich immer frage wie damals überhaupt solche Gebäude erichtet werden konnten. Mit gerade einmal 69m Höhe und 90m Länge ist sie nicht wirklich riesig, aber dafür ist sie meiner Meinung nach umso schöner. Besonders toll fand ich die vielen kleinen Figuren, die sogenannten "Drolerien". Hier ist von lustig und komisch bis gruselig aussehenden Wesen alles dabei. Auch die sonstigen zahlreichen Verzierungen, die riesigen Rosetten und die Strebwerke sehen wirklich toll aus.
Direkt hinter der Kirche befindet sich ein kleiner Park. Hier spielte eine deutsch-französische Band. Wir lauschten noch ein paar Minuten den Klängen bevor wir weiter gegangen sind.

Hotel de Ville

Auf dem Weg zum Centre Pompidou kommen wir noch am Pariser Rathaus dem "Hôtel de Ville" vorbei. Wie eigentlich fast jedes Gebäude in Paris sieht auch dies wirklich toll aus. Es wurde nach der Zerstörung des alten Rathauses, während der Pariser Kommune, ab 1874 errichtet. An der Fassade und auf dem Dach befinden sich insgesamt 146 Statuen und ist wirklich reich verziert.

Centre Pompidou

Zum Centre Pompidou sind es vom Rathaus nur noch 300m nach Norden. Zu erst erblicken wir die Rückseite. Sofort fällt uns auf, dass dieses Gebäude nicht wie jedes andere aufgebaut ist. Es besitzt keine normale Fassade, sonder es wurden alle tragenden Elemente und Versorgungseinichtungen wie Wasserrohre oder die Elektrik nach außen gelegt. Das ganze wird noch durch eine farbliche Kennzeichnung verstärkt. So sind zum Beispiel alle Wasserrohre grün und alle Rohre für die Klimaanlage blau. Von außen wirkt es daher wie ein Fabrikgebäude. Auf der Vorderseite befindet sich eine Rolltreppe die diagonal komplett über die Front verläuft. Nach seiner Fertigstellung 1977 war dieser Architekturstil stark umstritten. Heute gilt das Centre Pompidou jedoch als Richtungsweisend. Verantwortlich für dieses Gebäude ist übrigens Richard Rogers, der auch das Lloyd's Building in London entwarf.

Direkt neben dem Centre Pompidou befindet sich der Strawinski-Brunnen. Das Markenzeichen des Brunnens sind eindeutig die vielen bunten Figuren von Niki de Saint Phalle. Dazwischen befinden sich Skulpturen aus Aluminium von Jean Tinguely, dem Lebensgefährten von Niki de Saint Phallse.

Eiffelturm

Am Abend sind wir noch mal zum Louvre und zum Eiffelturm. Leider sind Bilder von der Pyramide des Louvres vom Urheberrecht geschützt. Daher kann ich nur Bilder vom Eiffelturm zeigen. Zum Eiffelturm selbst muss ich wohl nicht mehr viel sagen. Die 324m hohe Stahlkonstruktion ist das Wahrzeichen Paris'. Anlässlich der Weltausstellung 1889 wurde die "Eiserne Dame" von über 3000 Metallarbeitern in nur 2 Jahren errichtet. Heute besuchen ca 6,5mio Touristen und Einheimische den Turm. Besonders toll war die blaue Beleuchtung. Grund war die französische EU Ratspräsidentschaft im 2. Halbjahr 08. Aber seht einfach selbst.


auf zum nächsten Tag...

Tag 1 Tag 2 Tag 3 Tag 4 Tag 5