Oia

Wer Santorini besucht der kommt an Oia oder auch Ia nicht vorbei. Der Ort, der als einer der schönsten auf Santorini gilt, ist Pflichtprogramm für jeden Touristen. Dem entsprechend voll kann es schon mal in den kleinen Gassen werden. Besonders schlimm wird es wenn hunderte bis tausende Kreuzfahrttouristen auf einmal das Städtchen überfallen. So kam es dann auch bei unserem ersten Besuch. Direkt nach Abholung unseres Quads sind wir die paar Kilometer Richtung Norden gefahren um Ia zu erkunden. Schon bei Ankunft waren wir überrascht von den zahlreichen Reisebussen die überall herum standenn. In dem Örtchen zogen dann zig Touristengruppen mit Fahnen und Nummern bewaffnet durch die Gassen. Sämtliche Händler sind perfekt auf diese Tourischwemme angepasst. Die einzelnen Nationalitäten steuern gezielt und nacheinander die verschiedenen Läden an, denn hier wartet schon immer ein Verkäufer der auch die entsprechende Sprache spricht.

Zum Glück gilt auch hier die 80/20 Regel. 80% der Touris besuchen nur 20% des Ortes und so sind vor allem die schönsten Ecken menschenleer. Wir sind von der "Hauptstraße" einfach immer an jeder Abzweigung rechts und links abgebogen, bis wir irgendwann das schönste Panorama von Oia wenn nicht sogar von ganz Santorini entdeckten. Wir kannten diesen Blick vorab schon, denn er befindet sich auf fast jeder Santorini oder auch Griechenland Postkarte. Aber seht einfach selbst:


Lasst euch aber auf keinen Fall von diesem Ausblick blenden. Überall gibt es hier klasse Fotospots: unzählige Kirchkuppeln, Glückentürme und atemberaubende Blicke in die Caldera.


Im Anschluß an die Fotosession sind wir noch weiter durch die Gassen von Oia geschlendert. Glücklicherweise hatte sich ein Großteil der Tourigruppen wieder zurück auf ihr Schiff verzogen und so hatten wir die eine oder andere Gasse ganz für uns allein. Jetzt hatten wir auch etwas mehr Platz um uns die vielen hübschen Läden etwas genauer anzuschauen. Hauptsächlich wird handgemachter Schmuck an die Touristen gebracht. Dann findet man noch zahlreiche Galerien und Kunstläden.


Am Ende der Gasse befindet sich die Ruine der Londsa Burg. Sie steht hier schon seit dem Mittelalter und beherbergte früher die venizianische Adelsfamilie der Argyri. Leider ist die Burg schon seit mehr als 200 verfallen und wird heute "nur noch" als Aussichtsplatzform genutzt. Das "nur noch" ist dabei wirklich nicht abwertend gemeint, denn von hier hat man tolle Ausblicke in den Krater hinein oder auf die Nachbarinseln. Am bekanntesten ist aber das Panorama auf den Westzipfel von Oia mit seinen Windmühlen während des Sonnenuntergangs. Dann versammeln sich hier hunderte bis tausende Touristen und lassen den Sonnenuntergang zu einem Spektakel werden.


Auch sollte man dem kleinen Hafen von Oia einen kleinen Besuch abstatten. Wir verbrachten vor unserer Calderatour etwas Zeit.

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